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Das Berliner Kultur- und Veranstaltungsjahr 2007
19.06.2007
die Höhepunkte
Der Berliner Veranstaltungskalender bietet täglich etwa 1.500 Termine, eine Veranstaltungsvielfalt, die ihresgleichen sucht. 175 Museen, drei Opernhäuser, acht pro-fessionelle, große Sinfonieorchester, rund 130 Theater und Ensembles bilden den kulturellen Humus der Stadt, die zwangsläufig nie schläft und nicht umsonst als längst nicht mehr heimliche Kulturhauptstadt Europas gilt. Hier wird Tag für Tag etwa ein Repertoire von mehreren klassischen Opern auf höchstem Niveau vorgehalten, wen wundert’s, wenn die drei Berliner Opern gemeinsam mit dem Slogan „772 Oper-vorstellungen in einem Jahr – wo gibt’s das sonst?“ werben.
Das Jahr 2007 hält neben der reichen permanenten und institutionellen Angebotsviel-falt noch ganz besondere Ereignisse und neue Angebote vor, die im folgenden Jah-resüberblick vorgestellt werden.
Nach dem Riesenerfolg der Ausstellung „Das MoMA in Berlin“ vor drei Jahren steht für 2007 ein Ausstellungsprojekt mit vergleichbarer Struktur, Prominenz und Reich-weite ins Haus: „Metropolitan in Berlin“. Wiederum besucht eine der prominentesten Sammlungen aus New York Berlin und präsentiert temporär eine außergewöhnliche Auswahl von Meisterwerken in der Neuen Nationalgalerie, diesmal französische Kunst aus dem 19. Jahrhundert.
Die schönsten Franzosen kommen aus New York
Im Sommer 2007 werden für vier Monate rund 150 Spitzenwerke (Gemälde und Skulpturen) der französischen Kunst des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung des Metropolitan Museum of Art New York gezeigt. Die Exponate werden vom 1. Juni bis 7. Oktober 2007 exklusiv in der Neuen Nationalgalerie in Berlin zu Gast sein. Umbau und Erweiterung der Galerien des 19. Jahrhunderts im Metropolitan Museum of Art machen es möglich. Die Neue Nationalgalerie ist die einzige europäische Station der Ausstellung. Das Metropolitan Museum of Art beherbergt die größte und bedeutends-te Sammlung französischer Kunst des 19. Jahrhunderts neben der des Musée d’Orsay in Paris. Noch nie in seiner über 100jährigen Geschichte hat das Metropolitan Museum so viele seiner Schätze verliehen. „Einige dieser Meisterwerke verlassen das Haus zum ersten Mal, andere werden es zum letzten Mal verlassen“, so Philippe de Montebello, Direktor des Metropolitan Museums of Art. Wegbereitende Höhepunk-te dieser Epoche wie Ingres’ „Odaliske in Grisaille“, Courbet’s „Frau mit dem Papa-gei“, Manet’s „Im Boot“, Degas’ „Die Tanzstunde“, Monet’s „La Grenouillère“, Gau-guin’s „Ia Orana Maria (Gegrüßet seist Du Maria)“ und Rodin’s ergreifende Skulptur „Die Bürger von Calais“ sind unter den Exponaten. Einzelnen Künstlern wie z.B. Co-rot, Courbet Manet oder Monet können aufgrund der Vielzahl der Werke ganze Räu-me gewidmet werden. Dem Besucher präsentiert sich mit dieser Ausstellung die auf-regende Vielfalt dieser Kunst in einer in deutschen Museen sonst nirgends vorhande-nen Breite. „Wir sind überzeugt, dass es das deutsche Publikum und die vielen Berlin-Besucher aus aller Welt sicher zu schätzen wissen werden, welche großartige Gele-genheit sich hier bietet, die französische Kunst des 19. Jahrhunderts in dieser Breite und Qualität zu sehen“, unterstreicht Peter-Klaus Schuster, Direktor der Nationalgale-rie und Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin. Nach dem großen Erfolg von „Das MoMA in Berlin“ zeigt diese erneute Kooperation mit einem der größten Mu-seen weltweit wieder die enge Vernetzung Berlins auf.
Französische Meisterwerke aus dem Metropolitan Museum of Art New York,
1.6.-7.10.2007, Neue Nationalgalerie, www.metinberlin.org
Zu einer Institution für zeitgenössische Musik ist mittlerweile die „MaerzMusik“ gewor-den. Die MaerzMusik 2007 findet vom 16.–25. März statt. Unter dem Stichwort Al-penmusik kontrastiert das Programm in diesem Jahr traditionelle und zeitgenössische Musik aus dem Alpenraum. Dem stehen Stadtmusik-Projekte gegenüber, die die metropolitane Verdichtung thematisieren. Buchstäblich auf der spektakulären Spitze des Berliner Fernsehturms findet Turmmusik statt, eine musikalische Aktion in 207 m Höhe. Ein Höhepunkt zur Festivaleröffnung ist die Deutsche Erstaufführung von Klaus Langs Konzertinstallation fichten. horizonte mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Ber-lin (RSB). Das Konzerthausorchester Berlin unter Johannes Kalitzke spielt u. a. eine Uraufführung von Chaya Czernowin sowie Werke von Beat Furrer und György Ligeti.
MaerzMusik, 16. bis 25.3.2007, www.maerzmusik.de
Nicht nur ein Kunstereignis ersten Ranges sondern mittlerweile auch eines der gro-ßen gesellschaftlichen Ereignisse in Berlin sind die Festtage der Staatsoper Unter den Linden. Sie sind 2007 ganz dem Werk Gustav Mahlers gewidmet. Die Sinfonien des Komponisten stehen inmitten der Epoche des Übergangs vom 19. zum 20. Jahrhun-dert, zwischen Spätromantik und Moderne und zählen zum Repertoire aller führenden Konzertorchester. Zyklische Aufführungen sind allerdings selten, sind doch die Anfor-derungen, die dabei an Dirigent, Solisten und Orchestermusiker gestellt werden, im-mens. Nachdem sie in den vergangenen Jahren wiederholt einzelne Werke Mahlers erfolgreich zur Aufführung gebracht hat, wagt sich die Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Daniel Barenboim und Pierre Boulez im Rahmen der Festtage 2007 erstmals an eine Gesamtdarbietung aller Sinfonien – eine beispiellose Herausforde-rung. Alle neun Sinfonien Gustav Mahlers wie auch »Das Lied von der Erde«, ergänzt um den Zyklus mit Orchesterliedern, werden in zehn Konzerten in der Berliner Phil-harmonie zu erleben sein.
Festtage 2007, 1. bis 12.4.2007, Philharmonie, www.staatsoper-berlin.org
Ein ganz junges Festival widmet sich dem Filmschaffen in und um Berlin. Die dritte Ausgabe von achtung berlin - new berlin film award wird findet vom 18. bis 22. April 2007 erneut im Hackesche Höfe Filmtheater statt. Mit der Verknüpfung von Filmfesti-val und Branchenevent steht achtung Berlin für die Vernetzung von klassischen und neuen Medienbranchen in der Hauptstadtregion. Im Mittelpunkt des Filmprogramms steht die Wettbewerbssektion Made in Berlin-Brandenburg. Präsentiert werden aktuel-le Spiel- und Dokumentarfilme, die entweder ganz oder teilweise von einer Berlin-Brandenburger Filmproduktion realisiert wurden und/oder einen thematischen Bezug zu Berlin aufweisen.
achtung berlin, 18. bis 22.4.2007, Hackesche Höfe Filmtheater, www.achtungberlin.de
Anfang Mai lädt das Theatertreffen zehn ausgewählten Inszenierungen in den Berliner Theater-Olymp. Dann werden zweieinhalb Wochen lang die bemerkenswertesten deutschsprachigen Inszenierungen in Berlin zu sehen sein.
Theatertreffen, 4. bis 20.5.2007, Haus der Berliner Festspiele, www.berliner-festspiele.de
Berlin – die Trendstadt
Die UNESCO hat Berlin als erste deutsche Stadt in das globale Netzwerk der kreati-ven Städte „Creative Cities Network" aufgenommen. Die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaften, Kultur und Kommunikation hat der Stadt im Januar 2006 den Titel „Stadt des Designs“ verleihen. Berlin als Schnitt- und Treffpunkt unterschiedlicher Kul-turen, verschiedener Lebensstile und Traditionen ist auch ein Anziehungspunkt für kreative Menschen und eine Geburtsstätte kreativer Ideen. Die UNESCO-Anerkennung als "Stadt des Design" würdigt die Leistungen der Designer, Modema-cher, Fotografen, Architekten und bildenden Künstler aus allen Teilen der Welt, die in Berlin ansässig sind. Zum globalen Netzwerk der kreativen Städte zählen neben Ber-lin auch Buenos Aires als Stadt des Designs, Edinburgh als Stadt der Literatur, Santa Fé und Assuan als Städte der Volkskunst und Popayan in Kolumbien als Stadt der
Gastronomie. Berlin ist in vielen Bereichen des Designs eine aufstrebende Stadt. Fast 11.700 Berlinerinnen und Berliner arbeiten in der Modebranche, im Produkt- und Mö-beldesign, in der Architektur, der Fotografie oder der Bildenden Kunst.
Der DESIGNMAI ist das internationale Designfestival in Berlin. Bei rund 100 Events, Ausstellungen, Workshops, Präsentationen, Diskussionen und Vorträgen kommt hier die Berliner Designszene mit internationalen Stars zusammen und Berlin wird zum Seismographen für die innovativsten Designtrends. Der DESIGNMAI feiert 2007 sein fünfjähriges Bestehen und präsentiert sich vom 12. bis 20. Mai 2007 in Berlin. Unter dem Thema "DIGITALABILITY" widmet sich das Festival der Frage nach dem Ver-hältnis von digitaler Technik und Gestaltung auf vielfältige Weise.
DESIGNMAI 2007, 12. bis 20.5.2007, verschiedene Veranstaltungsorte, www.designmai.de
Klassik, Multikulti und CSD: Berlin open-air
Ins Freie zieht im Berliner Sommer traditionell auch die Kultur: von den zahllosen Open-Air-Konzerten unter freiem Himmel in der Waldbühne und der Wuhlheide, von Konzerten in Hinterhöfen und Schlossparks über das Classic Open Air auf dem Berli-ner Gendarmenmarkt (5. bis 9. Juli) bis zum Gauklerfest (3. bis 12. August) und den großen Paraden.
Classic Open Air, 05.07. bis 9.07.2007, Gendarmenmarkt, www.classicopenair.de
Gauklerfest, 03.08. bis 12.08.2007, Am Kronprinzenpalais, www.gauklerfest.de
Traditionell ein Höhepunkt ist das Open-Air-Konzert der Berliner Philharmoniker in der Waldbühne (17. Juni), das 2007 ganz im Zeichen der Rhapsodie steht. Sir Simon Rattle dirigiert Werke von Ravel, Delius, Rachmaninow, Dvořák, Debussy und Enecu.
Berliner Philharmoniker, 17.06.2007, Waldbühne, www.berliner-philharmoniker.de
Multikulturell geht es zu Pfingsten auf dem Karneval der Kulturen (25. bis 28. Mai) zu, schwul-lesbisch beim CSD (23. Juni), dem mittlerweile traditionellen Berliner Christo-pher Street Day. Musikbegeisterte junge Menschen begegnen sich im August auch 2007 auf dem Gendarmenmarkt: Hier findet vom 4. bis 20. August nach dem großen Erfolg der Vorjahre bereits zum siebten Mal das Festival „young.- euro.classic – Musik Sommer Berlin“ statt. Internationale Jugendsinfonieorchester aus ganz Europa mit fast 2.000 jungen Musikern bestreiten ein ambitioniertes zweiwöchiges Konzertpro-gramm, bei dem jeweils auch eine Uraufführung eines zeitgenössischen Komponisten aus dem Heimatland des Orchesters auf dem Programm steht.
Das Flamenco Festival Berlin präsentiert vom 10. bis 18. August 2007 die Bandbreite des Flamenco von traditionellen Auftritten bis zu modernen Bühneninszenierungen. Spanische Flamencostars, Flamencokünstler/innen aus Europa und die deutsche und Berliner Flamencoszene treten open-air im Pfefferberg-Sommergarten auf, der mit seinen hohen Bäumen und dem Charme der historischen Gebäude für ein Flair anda-lusischer Sommernächte sorgt. Besonderes Augenmerk wird im Programm des Festi-vals 2007 auch auf den Familiennachmittag und die Auftritte der kleinen Nachwuchs-künstler/innen gelegt.
Karneval der Kulturen, 25. bis 28.5.2007, www.werkstatt-der-kulturen.de
Christopher Street Day (CSD), 23.6.2007, www.csd-berlin.de
Young.euro.classic, 3. bis 19.8.2007, Konzerthaus, www.young-euro-classic.de
12. Flamenco Festival Berlin, 10.-18.8.2007, Pfefferberg, www.pfefferwerk.de
Neu in Berlin: Die Schöne, das Biest und Berlin en miniature
Das Erfolgsmusical die Schöne und das Biest kommt Anfang März in das Theater am Potsdamer Platz. Grundlage für die mitreißende Show ist der gleichnamige Disney-Film "Die Schöne und das Biest", der 1991 in der Sparte "Bester Film" als erster Ani-mationsfilm für einen Oscar nominiert wurde. Für das Lied "Die Schöne und das Biest" wurden Komponist Alan Menken und Texter Howard Ashman mit einem Oscar sowie einem Golden Globe geehrt. Disneys zauberhaftes Musical begeisterte mit sei-ner romantischen Liebesgeschichte von der schönen Belle und dem Prinzen, der von einer Zauberin in ein hässliches Biest verwandelt wurde, den Aufsehen erregenden Kulissen, fantasievollen Kostümen und mitreißender Musik weltweit mehr als 25 Mio. Menschen. Die Show für die ganze Familie kommt im März ins Theater am Potsda-mer Platz und löst damit die Blue Man Group ab, die am Marlene-Dietrich-Platz ein eigenes Auditorium im ehemaligen IMAX-Kino bekam.
Die Schöne und das Biest, ab 9.3.2007 im Theater am Potsdamer Platz www.stageholding.de
Blue Man Group, ab 1. Februar im Bluemax Theater (ehem. IMAX-Kino) www.stageholding.de
En miniature ist Berlin am Potsdamer Platz zu erleben: Das Legoland Discovery Cen-ter eröffnet ab Ostern 2007.
Sie sind klein, bunt und unheimlich variabel - es gibt fast nichts, das nicht bereits aus Legosteinen nachgebaut worden wäre: Raumstationen, Kreuzfahrtschiffe, Flughäfen, selbst lebensgroße Elefanten. Eine Lego-Miniatur der deutschen Hauptstadt mit all ih-ren touristischen Highlights ist ab Ostern 2007 im weltweit ersten Legoland Dicovery Center am Potsdamer Platz zu bestaunen. Aus 100.000 bunten Spielsteinen entsteht Berlin dort neu: Ob Fernsehturm, Siegessäule, Brandenburger Tor oder Gedächtniskirche – Lego-Stein für Lego-Stein wird alles originalgetreu nachgebaut. Auf 3.500 Quadratmetern Fläche lädt das einzigartige Indoor-Legoland im Sony-Center große und kleine Liebhaber der bunten Steine in eine interaktive Legowelt zum Ansehen, Anfassen und Aktivwerden ein. Neben den touristischen Attraktionen Berlins sorgen weitere Highlights wie die Lego-Bahn, ein 4-D-Kino und ein Spielbereich für Spaß und Unterhaltung. Rund 250.000 Besucher jährlich werden in der neuen Freizeitattraktion erwartet.
Legoland Discovery Center, Sony Center ab Ostern 2007, www.sonycenter.de
Der Herbst im Zeichen von Musik und Kunst
Werkschau: Cindy Sherman im Martin-Gropius-Bau
Von Juni bis September 2007 zeigt der Martin-Gropius-Bau Berlin die große, vom
Jeu de Paume in Paris erarbeitete Retrospektive „Cindy Sherman“. Die Werkschau umfasst Arbeiten der Künstlerin aus den Jahren 1975 bis 2005. Schon in ihren frühes-ten Arbeiten nahm Cindy Sherman fast ausschließlich ihre eigene Person als Modell und Gegenstand ihrer Inszenierungen. Ihre erfundenen Personen stellt sie selbst mit Hilfe unterschiedlicher Accessoires wie Schminke, Kostüme oder Prothesen dar und fotografiert sie im Studio. Die Figuren verkörpern kulturelle und gesellschaftliche Ste-reotype. Sie werden teils parodistisch, teils bissig, bisweilen auch brutal inszeniert, hinterfragt und in Anlehnung an die unterschiedlichen Möglichkeiten der Darstellung abgebildet: Mittelseiten einer Illustrierten, Werbung, Filmkunst und klassische Malerei. Hierdurch wird eine subtile Analyse der individuellen, insbesondere der weiblichen I-dentität, spürbar, sowie der Fantasien, die sie hervorruft und der Mächte, denen sie ausgesetzt ist. Dieses Eintauchen in ungewisse, konfliktvolle Bereiche, in denen die Identität des Individuums mit dem kollektiven Unbewussten, mit Stereotypen und sym-bolischer Macht ringt, erfolgt mitunter spielerisch, zuweilen aber auch düster, so z.B. wenn Schrecken und Ekel evoziert oder entstellte, verstümmelte Körper dargestellt werden.
Cindy Sherman, 15. 6. bis 17. 9. 2007, Ausstellung im Martin-Gropius-Bau, www.gropiusbau.de
Die Königsgräber der Skythen. Im Zeichen des Goldenen Greifen.
Die Skythen und die mit ihnen verwandten nomadischen Völker prägten vom 8. bis 3. vorchristlichen Jahrhundert die Geschichte des eurasischen Steppenraums. In der Ausstellung „Im Zeichen des Goldenen Greifen. Königsgräber der Skythen“ wird welt-weit erstmals in umfassender Weise die Geschichte und Kultur dieser Reitervölker präsentiert, von ihren Ursprungsgebieten entlang des Jenissei bis an die Tore Mittel-europas. Im Mittelpunkt der Schau stehen die bedeutendsten Fürstengräber der ein-zelnen Regionen mit ihren prachtvollen Ausstattungen sowie die großartigen Neuent-deckungen der letzten Jahre. Der griechische Geschichtsschreiber Herodot berichtet in seinen Historien über das im Süden Sibiriens zu lokalisierende Land der „goldhü-tenden Greifen“. In dieser Region führten in den Jahren 2000-2003 das Deutsche Ar-chäologische Institut Berlin und die Staatliche Eremitage St. Petersburg gemeinsam Ausgrabungen durch. In Arzan, nahe der russisch-mongolischen Grenze, wurde im „Tal der Könige“ ein Grabhügel untersucht, dessen Inhalt mit Tausenden Goldgegens-tänden eine der größten archäologischen Sensationen der letzten Jahre ist. In den Höhen des Altaigebirges gab der Dauerfrostboden weitere spektakuläre Funde frei: Allem voran sind es die tätowierten Mumien, die ihre Faszination auf den Besucher ausüben. Weltweites Aufsehen erregten auch die hervorragend erhaltene Kleidung, der prachtvoll verzierte Pferdeschmuck und andere Gegenstände aus Holz, Textil und Leder. Noch nie vorher war es möglich, diese Gegenstände aus vergänglichen Mate-rialien so umfassend öffentlich zu zeigen. Mächtige Grabhügel – Kurgane – prägen die eurasische Steppenlandschaft. In ihnen wurden Könige und Fürsten mit einem beeindruckenden Zeremoniell und prunkvollen Gegenständen aus Gold bestattet.
Königsgräber der Skythen. 6. 7. bis 1. 10.2007, Ausstellung im Martin-Gropius-Bau, www.gropiusbau.de
Internationale Spitzenorchester geben sich beim Musikfest Berlin 07 vom 1. bis 16. September in Berlin ein Stelldichein. Das aus den traditionsreichen Berliner Festwo-chen hervorgegangene und seit 2005 in Zusammenarbeit mit der Stiftung Berliner Philharmoniker veranstaltete Festival präsentiert die großen Spitzenorchester, En-sembles, Dirigenten und Solisten des internationalen Musiklebens mit außergewöhnli-chen Programmen. Erwartet werden u.a. das Concertgebouworkest Amsterdam unter der Leitung von Bernhard Haitink, das Symphonieorchester des Bayerischen Rund-funks und sein Chefdirigent Mariss Jansons, das Boston Symphony Orchestra mit James Levine, das San Francisco Symphony mit Michael Tilson Thomas, das Phil-harmonia Orchestra mit Charles Dutoit und die Staatskapelle Dresden mit Fabio Luisi. Es beteiligen sich die Berliner Philharmoniker unter der Leitung ihres Chefdirigenten Sir Simon Rattle, das Konzerthausorchester mit Lothar Zagrosek, das Deutsche Sym-phonieorchester mit Ingo Metzmacher, das Rundfunk-Sinfonie Orchester Berlin mit Marek Janowski und die Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Daniel Barenboim. Als Solisten sind u.a. Sascha Leiferkus, Pierre Laurent Aimard, András Schiff, Magda-lena Kozená, Marlies Petersen, John Mark Ainsley, Axel Köhler, Frank Peter Zim-mermann, Hélène Grimaud eingeladen.
Musikfest Berlin 07, vom 1. bis 16.9.2007, www.musikfest-berlin.de.
Das ART FORUM BERLIN sorgt mit seinem umfangreichen Programm begleitender Veranstaltungen und Ausstellungen dafür, dass der Berliner Herbst auch in diesem Jahr wieder im Fokus der internationalen Kunstszene steht. Die Messe für Gegen-wartskunst findet vom 29. September bis 3. Oktober 2007 bereits zum zwölften Mal auf dem Messegelände Berlin statt. Das 11. ART FORUM BERLIN 2006 hatte im Vor-jahr Rekordergebnisse erzielt: Rund 41.000 Besucher flanierten an den sechs Messetagen durch die Hallen, in denen sich 158 Aussteller aus dem In- und Ausland präsentierten.
ART FORUM BERLIN, 29.9. bis 3.10.2007, www.messe-berlin.de
Den Berliner Festivalreigen beschließt traditionell das JazzFest Berlin, das vom 2. bis 5. November zum 42. Mal stattfindet. Das Programmangebot widmet sich den kreati-ven Menschen und Künstlern, die das Jazzfest in seinen heutigen Rang erhoben ha-ben. Eine Vielzahl von Hommagen bestimmt auch diesen Jahrgang.
JazzFest Berlin, 01.11. bis 04.11.2007, www.berliner-festspiele.de
Der Berliner Veranstaltungskalender wird täglich aktualisiert und ist im Internet unter www.visitberlin.de abrufbar.
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